Die Umsiedler*innen: Ackern gegen das Anthropozän
PLANETKULT Phase 3
In Die Umsiedler*innen: Ackern gegen das Anthropozän schreiben andcompany&Co. Heiner Müllers DDR-Skandalstück Die Umsiedlerin oder Das Leben auf dem Lande von 1961 um. Heute steht die Erde durch intensive Landwirtschaft, Erhitzung und Artensterben unter Druck, während die Menschheit von der Besiedlung fremder Planeten träumt. Eine Crew von Habitat-Bewohner*innen hält dagegen: “Wir bleiben hier!” Sie versorgen Pflanzen, pflegen Böden und kämpfen gegen die Vergiftung der Biosphäre.
In dieser letzten Phase der Reihe PLANETKULT wird es schmutzig: Das Patriarchat landet in einer sich selbst wässernden Hermetosphäre, queere Beete entstehen und der Hirse wird als Superfood gehuldigt. Denn im 21. Jahrhundert wird der Klassenkampf um Kalorien und Proteine geführt. Es ist Zeit, wieder über Kollektivierung zu streiten. Müssen wir die Erde verlassen – oder lernen wir endlich, sie anders zu bewohnen?
In der Reihe PLANETKULT befruchten sich Kunst, Wissenschaft und Aktivismus gegenseitig auf der Bühne. In der dritten Phase sind die Farming-Scholar-Aktivistin Sophie von Redecker und der Biologe Ulf Soltau („Gärten des Grauens“) mit ihrer geballten Expertise dabei. Am 5. Dezember sprechen sie im Anschluss an die Vorstellung über ihre Arbeit.
